Thomas L. Kemmerich (MdL)
Thomas L. Kemmerich (MdL)

Gelder für GUW-Plus müssen im Landeshaushalt eingestellt werden - bisher schon über eine Milliarde Euro durch geförderte Firmen investiert - Programm schafft und sichert Arbeitsplätze

Auf das schärfste kritisiert der Landtagsabgeordnete Thomas L. Kemmerich die Haushaltsplanung des Landes, die keine weitere Finanzierung der Gründungs- und Wachstumsförderung über das Programm GUW-Plus vorsieht. Die über die Thüringer Aufbaubank (TAB) ausgegebenen Kredite stoßen bis heute auf große Nachfrage: über 400 zinsbegünstigte Darlehen mit einem Volumen von bis zu 120 Mio. Euro konnten allein in diesem Jahr zugesagt werden. "Die hohe Nachfrage belegt die Erholung der durch die Finanz- und Wirtschaftskrise angeschlagenen Unternehmen im Bundesland und macht deutlich, dass ein gut etabliertes Förderkreditprogramm wie GUW-Plus nicht einfach vernachlässigt werden darf," so Wirtschaftsexperte Kemmerich. Seiner Meinung nach sind die benötigten sieben Millionen Euro in diesem Förderprogramm besser angelegt und direkt positiv verifizierbar als das laufende Thüringer Arbeitsmarktprogramm, das 15 Millionen Euro verschlingt. Zudem schafft und sichert GUW-Plus Arbeitsplätze.

Weitere Zinsverbilligungsmittel können ab 2011 nur ausgegeben werden, wenn entsprechende Mittel im Haushalt eingestellt werden. Kann man sich hier nicht einigen, wird eines der erfolgreichsten Förderprogramme auslaufen und damit Investitionen und Gründungen verhindert. Kemmerich dazu: "Den Motor unserer mittelständisch geprägten Wirtschaftsstruktur dürfen wir nicht durch derlei unüberlegte Unterlassungen ins Stocken geraten lassen!" Insgesamt investierten die über GUW-Plus geförderten 4300 Unternehmen mit einem bewilligten Darlehensvolumen von 700 Millionen seit 2001 eine Milliarde Euro in die Thüringer Firmenlandschaft. 95 Prozent der so unterstützen Betriebe konnten sich dauerhaft am Markt etablieren.
Im Moment muss die TAB zum großen Bedauern die zahlreichen Interessenten vertrösten. "Auf diese Verzögerung müssen positive Bescheide folgen!" - Mit diesem Vorsatz begibt sich der Landtagsabgeordnete Thomas L. Kemmerich in die Verhandlungen.