Kemmerich beklagt Zustand nach neuerlichen Schneefällen - ABER: mehr Geld allein kann nicht die Lösung sein - "Abschreiben" bei anderen Länder kann helfen

Von den Plänen einiger Politiker, die Ausgaben für Winterdienste in Thüringen pauschal auf 100 Millionen Euro und damit um das fünffache hochzufahren, hält Thomas L. Kemmerich wenig. Den chaotischen Zuständen auf den Straßen und dem Unmut der Bürger allein mit dieser Forderung zu begegnen, ist dem Liberalen zu wenig. Kemmerich: "Wir haben uns an das Prinzip gewöhnt, klaffende Löcher mit immer noch mehr Geld zu stopfen und verteidigen am Ende einen Schuldenhaushalt nach dem anderen!" Ohne gute Konzepte und eine kritische Analyse bestehender Verträge wird sich daran grundsätzlich nichts ändern. Ein Blick auf Länder mit deutlich mehr Schneefall und deren Strategie muss erlaubt sein und ist dringend angeraten. "Wenn man immer nur von mitteldeutschen Durchschnittwerten ausgeht, werden wir nicht nur beim Thema Schneepisten in Thüringen stecken bleiben," warnt Kemmerich.

Für Erfurt hat der FDP-Stadtrat bereits die Neuausschreibung des Winterdienstes gefordert und mahnt auch zum kritischen Umdenken auf Landesebene. Dieser Winter ist wohl ein Ausnahme-Phänomen und die Einsatzfahrzeuge leisten im Moment Großes. Trotzdem ist es ein Armutszeugnis für eine Landeshauptstadt, wenn komplette Bus- und Bahnlinien über die Feiertage ausfallen, weil die weiße Winterpracht nicht beräumt werden kann. Für den momentanen Zustand pocht Kemmerich auf schnelle Lösungen. Es kann nicht sein, dass die Menschen buchstäblich eingeschneit sind und mögliche Hilfen erst langatmig in den politischen Gremien durchgenommen werden. "Wir brauchen jetzt Schneepflug & Co. und statt mehr Geld bessere Konzepte!"