Der Vorsitzender des Gleichstellungsausschusses im Thüringer Landtag, Thomas L. Kemmerich, äußert sich anlässlich der von Familienministerin Kristina Schröder geforderten "Flexiquote" für Frauen in Führungspositionen:

Als Vorsitzender des Gleichstellungsausschusses und Wirtschaftspolitiker unterstütze ich das strikte Nein der Ministerin zu einer staatlich verordneten Quote für Frauen in Führungspositionen. Das Ziel, auch ohne starre Quote Chancengerechtigkeit in den Betrieben zu erzielen, begrüßen die Thüringer Liberalen jedoch durchaus. Das von der Ministerin zitierte neue Rechtsgutachten, wonach es mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist, alle Unternehmen über einen Kamm zu scheren, bestätigt die Auffassung der FDP-Landtagsfraktion.

Den im Koalitionsvertrag beschlossenen Stufenplan umzusetzen, ist vorrangiges Ziel. Die Idee der Ministerin, dass Unternehmen selbst eine Frauenquote festlegen und diese veröffentlichen, ist ein interessantes Modell. Chancengerechtigkeit durch Wettbewerbsdruck ist besser als staatliche Bevormundung.