FDP-Fraktionschef Kemmerich beharrt auf dauerhafter und gesicherter Lösung für Verkehrsführung - Umbau muss in Betracht gezogen werden

"Der Verkehrskreisel am Herrenberg ist und bleibt eine Gefahrenquelle, die auch durch andersfarbige Markierungsstreifen nicht entschärft werden kann," konstatiert Stadtrat Thomas L. Kemmerich hinsichtlich einer Anfrage der FDP-Fraktion und der entsprechenden Antwort von Oberbürgermeister Andreas Bausewein, der in der Spar-Variante in der Blücherstraße "keine akute Verkehrsgefährdung feststellen kann". Und das, obwohl Professor von Mörner als lehrender Verkehrsexperte das Negativ-Beispiel "Kreisel Herrenberg" als misslungenes Planungsprojekt seinen Studenten präsentiert (TA vom 3.2.2011) und den Nachbesserungen keine Wirkung einräumt. Eine bauliche Veränderung sei unabdingbar, so der Hochschullehrer.

YouTube-Video Kreisel Erfurt

Bausewein beharrte zwar noch Mitte Januar auf die Lösung ohne bauliche Veränderungen. Sein städtischer Verkehrsbeigeordnete Ingo Mlenjnek wollte sich drei Wochen später ob der einseitigen Verlagerung auf das Pflichtbewusstsein der Verkehrsteilnehmer nicht mehr ganz so weit aus dem Fenster lehnen und dachte laut darüber nach, die Mittelinsel doch aufzupflastern. Auf Diskussionen im Rahmen der Unfalldiskussion, wie ebenfalls durch den OB angeregt, will Kemmerich nicht warten. Das im Internet für Furore sorgende Video ist dabei nur die medial dokumentierte Unfähigkeit der Erfurter Stadtoberen, vernünftige Lösungen im ersten Anlauf zu realisieren. 18 000 Euro für einen Werbefilm, dessen Image-fördernde Wirkung gesondert zu diskutieren ist, sind zu viel Geld. "Kompetente Experten bescheinigen die Unsinnigkeit der Verkehrsleitung - Ich fordere weiterhin konkrete Lösungen. Wenn ein Umbau unumgänglich ist, darf er nicht an den Kosten scheitern," so Kemmerich.