Studien belegen positive Auswirkungen - EU-Länder leiden unisono unter Fachkräftemangel - Anerkennung von Abschlüssen setzt Qualifikationen für Arbeitsmarkt frei

Mit der Umsetzung der vollen Freizügigkeit für osteuropäische EU-Arbeitnehmer nach dem Ende einer siebenjährigen Übergangsfrist, erwartet der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Thomas L. Kemmerich, in erster Linie positive Impulse für den deutschen Arbeitsmarkt. Ab dem 1. Mai 2011 haben alle Europäer das Recht, ihren Arbeitsort innerhalb der Europäischen Union frei zu wählen. Doch anstatt das Potential dieser Marktöffnung zu erkennen, schürt man auf Seiten der Arbeitsnehmer Ängste und überzeichnet das Bild des zu Dumpinglöhnen einpendelnden Osteuropäers. Das dem nicht so ist, machen Länder wie Schweden und Großbritannien vor. Und auch Deutschland hat nach überstandener Finanzmarktkrise und deutlich gesunkenen Arbeitslosenzahlen damit neue Chancen, schnell geeignete und qualifizierte Arbeitskräfte zu akquirieren.

Dazu Thomas L. Kemmerich: " Andere EU-Länder leiden ebenso wie wir hier in Deutschland unter einem Facharbeitermangel. Ein in seinem Land verwurzelter Mensch wird nicht seine Zelte abbrechen, wenn er hier einen Job in Aussicht hat, den er auch in seiner Heimat bekommen kann. Zudem haben sich die Löhne in den osteuropäischen Ländern in den letzten Jahren tendenziell sehr positiv entwickelt. Zum anderen verzichten wir seit geraumer Zeit auf das Potential gut ausgebildeter Fachkräfte, da die Anerkennung von ausländischen Bildungsabschlüssen nicht novelliert wird. Wir beklagen uns im Mittelstand oft über Personalengpässe, sind aber nicht bereit, der Kompetenz aus benachbarten EU-Ländern die Türen zu öffnen."