FDP kritisiert erneute Schaffung von Doppelstrukturen

Die erneute Schaffung von teuren Doppelstrukturen im Bereich der Wirtschaftsförderung kritisiert der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Thomas L. Kemmerich. "Zu allen Themenbereichen der Außenwirtschaft stehen bereits Angebote, Ansprechpartner und Netzwerke zur Verfügung." Als "alten Wein in neuen Schläuchen" bezeichnet Kemmerich deshalb die heute von Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) vorgestellte Außenwirtschaftskonzeption "Thüringen International". Mit sechs zusätzlichen Stellen bei der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) werde eine Parallelstruktur zu den Außenwirtschaftsbüros des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT), der Industrie- und Handelskammern sowie der Handwerkskammern geschaffen. Damit entstehe für den Unternehmer ein "Wirrwarr an Zuständigkeiten" bei der Außenwirtschaftsförderung, statt einer effizienten Beratung und Unterstützung aus einer Hand. Für Kemmerich ist deshalb klar, warum die Kammern in den Vorbesprechungen erneut wieder nicht einbezogen worden sind. "Machnig vertraut vollumfänglich seinem Freund Roland Berger", schimpft der liberale Wirtschaftsexperte. Die von dem Unternehmensberater aus dubiosen Umfragen zusammengeschusterten Expertisen übernehme der Minister 1:1 und gebe sie als sein Konzept aus. "Nicht ‘Thüringen International‘ sondern "Machnig International‘ ist die Devise." (jp)