Präventionsmaßnahme wird bis heute von Stadt Erfurt ignoriert - Kemmerich denkt an FDP-Initiative


Bereits in den vergangenen Jahren wurde die Erfurter FDP nicht müde, immer wieder an die Belebung des Gutenberg-Gesprächskreises zu erinnern. Heute, neun Jahre nach dem schrecklichen Amoklauf bei dem siebzehn Menschen ihr Leben lassen mussten, hat sich immer noch nichts getan. Der Gesprächskreis, der auf Initiative des damaligen Oberbürgermeisters von Erfurt, Manfred Ruge, initiiert wurde um mit Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung und Bildung aktiv ein Zeichen zu setzen, ist scheinbar ad acta gelegt. "Zu Unrecht," wie Thomas L. Kemmerich, Kreischef der Liberalen, einschätzt und gleichzeitig daran appelliert, den Gedenktag des Amoklaufs im Erfurter Gutenberg Gymnasium in erster Linie zu nutzen, der Opfer zu gedenken. "In zweiter Linie sollte dieser Tag aber auch immer wieder deutlich machen, dass man alles tun muss, um ein Wiederholen der Geschichte in dieser schrecklichen Form zu verhindern. Der Gutenberg-Gesprächskreis ist dazu eine Möglichkeit," so Kemmerich.
Kemmerich kündigt an, dass er, sollte sich der amtierende Oberbürgermeister Bausewein nicht positionieren, selbst den Runden Tisch wiederbeleben will.