Jahrhundertereignis muss für Stadt genutzt werden - "Royal-Hochzeit" hat gezeigt, wie man Feste zelebrieren kann


Jahrhundertereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. Nicht jedoch in Erfurt. Der Papstbesuch im Herbst diesen Jahres hat für Stadtrat Thomas L. Kemmerich bisher nicht den Aktionismus ausgelöst, den dieses Ereignis verdient hat. Dabei ist die thüringische Landeshauptstadt eine von fünf Städten in Deutschland, die das oberste Kirchenoberhaupt besucht. An beiden Tagen im Herbst (23. und 24. September) ist mit hunderttausenden Menschen zu rechnen, die nach Erfurt drängen um einmal den Papst zu erleben. "Wie bereitet sich Erfurt also auf dieses Datum vor?" fragt der Liberale in Richtung der Abteilung Stadtmarketing und fordert im gleichen Atemzug ein Konzept, das dass Potential für Erfurt erschließt und Nutzungsmöglichkeiten offeriert. Am Beispiel der Trauung von William und Kate, so Kemmerich, konnte man gut sehen, wie Menschen dazu gebracht werden können, irgendwie ein Stückchen des romantischen Zaubers abzubekommen. Am letzten Wochenende kam jedenfalls niemand an der Royal-Hochzeit vorbei, das Thema war omnipräsent!
"Wenn wir den Papst einmal in Erfurt haben, müssen wir jetzt mit den Vorbereitungen beginnen und Möglichkeiten ausloten, um am Ende nicht von Papsttouristen überrannt zu werden und festzustellen, diese Werbe-Chance für unsere Stadt unterschätzt zu haben," so Kemmerich.

"Es fehle noch immer ein Konzept, so auch Thomas L. Kemmerich, FDP" - Artikel TA 4.5.2011