Auch wenn von Seiten des Statistischen Bundesamtes mögliche Daten-Missbrauchs-Vermutungen abgewiegelt werden: Thomas L. Kemmerich bleibt dem Zensus 2011 gegenüber skeptisch. Der Landtagspolitiker dazu:

"In Deutschland ist man per Geburt registriert. Familienstand, Steuerklasse, Bauanträge, ... alles wird in Akten vermerkt und könnte ebenso zur Datengewinnung heran gezogen werden. Aus diesem Grund empfinde ich die erneute Volkszählung als überteuerte Variante einer stichprobenartigen Befragung, zumal die Sicherheitsvorkehrungen für mich nicht ausreichend sind. Die Datenübermittlung via Internet birgt Gefahren. Experten warnen vor Kriminellen, die versuchen Informationen abzugreifen, die immerhin vier bis sechs Jahre gespeichert bleiben. Von den Zensus-Mitarbeitern, die mit Fragebogen und Kugelschreiber die zu Befragenden persönlich besuchen, wurde kein Führungszeugnis verlangt, usw.. Ich bin der Meinung, dass die Datensammlung weit über eventuelle Notwendigkeiten einer Volkszählung hinausgeht und die informelle Selbstbestimmung verletzt wird. Schließlich werden ein Drittel der deutschen Staatsbürger gezwungen, persönliche Daten weiter zu geben in der schlichten Hoffnung, alles gehe gut. Das Porto für den Rückumschlag soll dann auch noch der Bürger zahlen!"