Kleine Anfrage zu den Plänen des Wirtschaftsministers zur Sanierung der Fußballstadien in Erfurt und Jena

Der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Thomas L. Kemmerich, hätte sich ein Nachdenken über private Investoren und Vermarktungsgesellschaften gewünscht, die dazu beitragen könnten, die Städte, das Land und damit den Steuerzahler zu entlasten. Die Verwendung von Fördergeldern für den Stadienumbau dürfe nicht dazu führen, dass andere Projekte nicht realisiert werden könnten. Außerdem fragt die FDP, ob die geplanten Umbauten unter den vorgegebenen Fördermittelrichtlinien förderfähig seien und ob die Gefahr einer Ablehnung der Anträge, bzw. eine Rückforderung bestehe. Schließlich seien auch eventuelle Überschneidungen zur Messe durch eine verstärkte Nutzung des Steigerwaldstadions für Veranstaltungen in der Landeshauptstadt zu berücksichtigen, so Kemmerich, der auch Fraktionsvorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion ist.

Der innenpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dirk Bergner, sieht im Zusammenhang mit der von Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) angekündigten Förderung von Sanierung und Umbau der beiden Fußballstadien in Jena und Erfurt Klärungsbedarf. Hierfür sollen insgesamt 50 Mio. Euro aufgewendet werden, wovon Land und Bund jeweils rund 20 Mio. Euro übernehmen sollen. "Als Bürgermeister wünschte ich mir auch ein solche großzügige Förderung meiner Sportanlagen", sagte Bergner, der ehrenamtlich der Stadt Hohenleuben in Ostthüringen vorsteht. Das Beispiel Oberhof zeige aber deutlich, dass es mit den Investitionen nicht getan sei, "im Gegenteil dann fangen die Probleme oftmals erst richtig an", weiß Bergner. Deshalb sei es wichtig, zunächst klare Konzepte für die Nutzung und den Betrieb vorzulegen. Bergner will deshalb wissen, mit wie vielen Nutzungstagen, Besuchern und mit welchen Einnahmen jeweils für die beiden neu sanierten Stadien in Jena und Erfurt gerechnet werde und welche Betriebskosten zu erwarten seien. (jp)