Kemmerich: "Wirtschaftsinformationen an innovativen Zielmärkten ausrichten"

"Sinnlos, kraftlos, ideenlos", so bewertet der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Thomas L. Kemmerich, die Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine kleine Anfrage der FDP zu fremdsprachigen Wirtschaftsinformationen des Freistaats. Staatssekretär Jochen Staschewski verweist bei allen Fragen lediglich auf die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) und fügt eine Übersicht mit der Auflistung von 17 Flyern und drei Interportalen bei. "Daraus geht hervor, dass wichtige Zielmärkte bislang gar nicht in ihren Landesprachen angesprochen werden", so Kemmerich. Beispielsweise gebe es keinerlei arabisches Informationsmaterial, auch Spanisch - besonders wichtig für den südamerikanischen Markt - sowie die Nachbarländer von Deutschland als Hauptabsatzmärkte fehlten im Portfolio der Thüringer Wirtschaftswerbung. Wenig Material existiere in russischer oder chinesischer Sprache. Der liberale Wirtschaftsexperte fordert, dass sich Thüringen gemäß seiner selbst verkündeten neuen Außenwirtschaftsstrategie in seinen Publikationen an den innovativen Zielmärkten ausrichtet. Bei den offenkundig geringen Übersetzungskosten sollte dies nicht so aufwendig sein. Insbesondere der für den Außenhandel so wichtige Bereich "Automotive" und die Internetportale sollten zügig in weitere Sprachen übersetzt werden. Das Wirtschaftsministerium sollte dabei mit gutem Beispiel vorangehen, fordert Kemmerich. Minister Matthias Machnig (SPD), der sich sonst gern weltoffen und global vernetzt gibt, hat auf seinen Ministeriumseiten bislang keinerlei fremdsprachige Angebote. (jp)