Kemmerich warnt vor unvermeidlichen Insolvenzen deutscher Photovoltaikhersteller

"Die Rolle der Photovoltaik im Förderrahmen der erneuerbaren Energien muss überarbeitet werden", kommentiert der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Thomas L. Kemmerich, Meldungen über die weiterhin problematische Situation der deutschen Photovoltaikhersteller. Die angepriesene Arbeitsplatzschaffung erweise sich als Milchmädchenrechnung. "Selbst wenn die deutschen Firmen Technologieführer sind und sich jedes Jahr die Leistung um ein Prozentpunkt erhöht und die Kosten 10% sinken, so kann die deutsche Solarindustrie auf Dauer nicht mit der staatsbetriebenen Konkurrenz aus Fernost mithalten", so Kemmerich weiter. Deutsche Module kosten bei ähnlicher Qualität um bis zu 40 Prozent mehr als chinesische. Auch wenn die chinesischen Module nicht den Stand der deutschen Technik erreichten, werden die Rohstoffe auf dem Weltmarkt für deutsche Produzenten langsam zu teuer. Solarstrom mache nur einen einstelligen Prozentanteil der erneuerbaren Energien aus, trotzdem gehen 50 Prozent der Ökostrom-Umlage auf Photovoltaik zurück. Der Standort Thüringen und auch Deutschland profitieren dafür im Gegenzug nicht. Die vom Steuerzahler künstlich erhaltenen Arbeitsplätze hinderten die Industrie daran sich weg von der reinen Produktion zu diversifizieren. "Ein 1000-Dächer-Programm des Landes fördert eben gerade chinesische Module, weil sie billiger für die Kommunen sind. Die Energiewende basiert aber nicht allein auf Photovoltaik, sie ist ein ergänzender Faktor. Das sollte entsprechend der realistischen Nutzungsmöglichkeiten gerade bei der Förderung bedacht werden", so Kemmerich abschließend. (jp)