Forderungen von Menzel ohne Substanz - "alternatives Finanzierungskonzept" mit Spannung erwartet

Die Bedenken des designierten Oberbürgermeisterkandidaten der Linken, Michael Menzel, stoßen bei den Liberalen der Landeshauptstadt auf wenig Verständnis. Von politischer Stimmungsmache anstatt von wirtschaftlichem Sachverstand zeugen die Aussagen des Linke-Kandidaten nach Meinung von Thomas L. Kemmerich. Der FDP-Fraktionschef kontert auf die formulierte Ziel Menzels, "eine Politik, die die Eigenbetriebe und Beteiligungen der Stadt aktiv nutzen will, um ökologisch sanierten Wohnraum in der Stadt möglichst kostengünstig zur Verfügung zu stellen" damit, dass sich die KOWO selbst gar nicht in der Lage sieht, die zum Verkauf stehenden knapp vierhundert ungenutzten Altbauwohnungen im Erfurter Norden, zu sanieren. "Die Kommunale Wohnungsgesellschaft macht mit der Veräußerung der Objekte den einzig richtigen Schritt. So wird privates Kapital gebunden, die Wohnsituation in Erfurt verbessert und die Preise gedämpft," fasst Kemmerich zusammen.

Die orakelten Äußerungen Menzels, der in einer Pressemitteilung betont, man müsse vor einer Privatisierung "alternative Finanzierungsmöglichkeiten" erarbeiten, lassen Wirtschaftspolitiker Kemmerich jedoch aufhorchen. Denn welche Konzepte in Menzels Schublade schlummern, um die politische Grundeinstellung der Linken hier einmal realistisch abbilden zu können, das würde Kemmerich sehr interessieren.