Hürden niedriger ausrichten - Inländisches Potential nutzen - Frauen den Weg zurück in den Beruf erleichtern


Das ausländische Ärzte und Ingenieure künftig leichter einen Arbeitsplatz in Deutschland annehmen können, ist für Thomas L. Kemmerich ein Fortschritt in der Fachkräfte-Debatte die derzeit geführt wird. Trotzdem geht dem Wirtschaftspolitischen Sprecher der Thüringer FDP-Landtagsfraktion die Absenkung von Hürden für qualifizierte Zuwanderer noch nicht weit genug. Von einer insgesamt viel zu kurz gegriffenen Willkommenskultur spricht der Liberale und erinnert daran, dass sich derzeit in vielen Branchen der Mangel an gut ausgebildetem und erfahrenem Personal negativ niederschlägt. In Thüringen fehlt Personal an allen Ecken, keine Branche bleibt verschont. Selbst in den klassischen Handwerksberufen und im Dienstleistungsbereich ist das Thema des Fachkräftemangels ein dringendes Problem geworden. Kemmerich: "Gerade im mittelstandsgeprägten Thüringen helfen uns bessere Möglichkeiten für Ärzte und Ingenieure eben nur bedingt weiter, die Auswirkungen ziehen größere Kreise."

Den Vorsatz, bevorzugt inländisches Potential zu aktivieren und zu nutzen, kann der liberale Landtagspolitiker dagegen nur unterstützen. Sein Antrag im Juni-Plenum zur besseren Vereinbarkeit von Kind & Karriere zielt vor allem auch auf die gut ausgebildeten Mütter ab, die gern wieder in ihren Beruf zurückkehren wollen, dies aber oftmals nicht können, da es zu wenig flexible Betreuungsmöglichkeiten gibt.

Artikel TLZ vom 23.6.2011
Weiterer Artikel TLZ vom 23.6.2011