FDP-Fraktion: "Versuch verfeinern, Logistikland stärken"


"Die Verwendung der als Gigaliner bekannten Lang-LKW würde das Logistikland Thüringen unterstützen und gleichzeitig die Straßen spürbar entlasten", kommentiert der Wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Thomas L. Kemmerich die aktuelle Diskussion. Entgegen den Behauptungen der SPD produzierten die Gigaliner keineswegs mehr Kohlendioxid. "Das ist doch eigentlich eine ganz einfache Gleichung: Weniger LKW ist gleich weniger Abgase", wundert sich Kemmerich. Unterstützung erhält er von seinem Fraktionskollegen Heinz Untermann, dem Sprecher für Bau, Landesentwicklung und Verkehr: "Der Feldversuch soll klären, ob die Straßen in Thüringen für Gigaliner geeignet sind", erklärt der FDP-Verkehrsexperte. Natürlich dürften die Ökolaster nur dort eingesetzt werden, wo der Einsatz sinnvoll und gefahrlos sei. Sie regten dabei an, die Versuchskritierien zu verfeinern: Besonderes Augenmerk müsse auf das Kurvenverhalten gelegt werden. Das Ziel sei zu klären, wie man den zunehmenden Verkehr wirtschaftlich sinnvoll und für alle Verkehrsteilnehmer verträglich gestalten könne. "Aber bevor man etwas ablehnt, sollte man erst einen Versuch wagen und dann entscheiden. Einfach aus ideologischen Gründen gegen etwas zu sein, das darf es in der Politik nicht geben", sind Kemmerich und Untermann einig. Auch wenn sie es mit Recht selten täten, in diesem Fall müsse man Verkehrsminister Carius zustimmen: Einen Versuch sei die Sache allemal wert, so die beiden FDP-Parlamentarier abschließend. (jp)