Zu den Forderungen der öffentlich-rechtlichen Sender, 1,47 Milliarden Mehrbedarf im Zuge der Rundfunkgebührenreform gelten machen zu wollen, äußert sich der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Thomas L. Kemmerich:

"Mit der Umstellung der Rundfunkgebühren ab 2013 auf eine Haushaltsbezogene Abgabe dürfen wir nicht vergessen, dass durch die fälligen Betriebsabgaben, bei denen auch Firmen je nach Mitarbeiterzahl und Fuhrpark zur Kasse gebeten werden, mit Mehreinnahmen in erheblicher Höhe zu rechnen ist. Zudem beteuerten Senderverantwortliche und Politiker immer wieder, die Reform solle aufkommensneutral gestaltet werden.

Das sich die öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten nun aber mit steigenden Wunschsummen zur Finanzierung ihres Programms zu Wort melden, empfinde ich als bodenlose Frechheit. Beim Lesen der ersten Stellungsnahmen der betroffenen Intendanten fragt man sich ja fast, wie man bisher mit nur 7,5 Milliarden Euro Fernsehen und Radio machen konnte. Bevor nach mehr Geld gerufen wird, sehe ich jedoch zuerst einmal die Sender selbst in der Pflicht, kritisch auf die jeweils eigene Ausgabenseite zu schauen und den Rotstift hier anzusetzen. Das der Verbraucher für diesen Gebührenpoker auch nur einen Cent mehr zahlen soll als die beschlossenen 17,98 Euro pro Monat, muss tunlichst verhindert werden."