Im kommenden Stadtrat steht das Bäderkonzept von Erfurt auf der Tagesordnung und damit zur Debatte. Konsens herrscht bereits zum Neubau einer Schwimmhalle, sollte es die finanzielle Lage der Stadt ermöglichen können. "Mit einem entsprechenden Änderungsantrag wollen wir jedoch den Standort des Neubaus im Norden der Stadt geplant wissen" erläutert Peggy Katzer als berufene Bürgerin für die Bereiche Bildung und Sport den Standpunkt der Liberalen. Denn, so Katzer, für die Schüler, Senioren und Vereine wäre es von großem Vorteil, wenn zwischen Rieth und Moskauer Platz der Grundstein für ein Mehrbahnenhallenbad gelegt würde. Neben der Südschwimmhalle und der Halle am Johannesplatz könnte für den Schwimm- und Rehasport im Erfurter Norden lokal eine Lücke geschlossen werden.

Bis heute erlauben die Öffnungszeiten der bestehenden Schwimmhallen kaum den öffentlichen Badebetrieb. Und trotzdem können auch Schwimmstunden für Schulen und Vereine nicht in adäquatem Maß angeboten werden. Die Kapazitäten reichen bei weitem nicht aus. Die FDP Erfurt erhofft sich gerade für das Schulschwimmen, den Senioren- und Rehasport aber auch für das Vereinstraining einen erheblichen Mehrwert durch eine neue Halle, die im Norden auch noch sehr gut an den Öffentlichen Nahverkehr angeschlossen wäre. Katzer: "Wenn in Erfurt-Nord eine reine Schulsport- und Vereinshalle errichtet wird, haben auch Freizeitschwimmer wieder Möglichkeiten, in Erfurt ungestört ihre Bahnen zu ziehen. Zudem müssen die vielen Schulklassen aus dem Erfurter Norden nicht durch die halbe Stadt touren, um Schwimmunterricht nehmen zu können."