Mit Schrumpfkur der Commerzbank/Eurohypo beginnt sich Griechenlandkrise in Mittelstandsfinanzierung niederzuschlagen

"Mit der Einschränkung des Neugeschäftes der Commerzbank sowie der Einstellung des Neugeschäfts bei der Eurohypo wird deutlich, dass die Griechenland-Krise nun auch im Bankensektor und damit in der Realwirtschaft angekommen ist", findet Thomas L. Kemmerich deutliche Worte für die Ankündigungen der Commerzbank, risikogewichtete Aktiva über 30 Mrd. Euro abbauen und alle Beratungskosten auf den Prüfstand stellen zu wollen. Für den Wirtschaftspolitischen Sprecher der FDP-Landtagsfraktion sind in diesem Zusammenhang die scharfen Vorgaben des Basel III Paketes ursächlich für den neuen Scheukurs der Kreditinstitute zu werten. Um die Kernkapital-Vorgaben in Zukunft noch erfüllen zu können, beginnt das Bankhaus demnach nun mit einer drastischen Verschlankungskur um nicht eine weitere staatlich subventionierte Finanzspritze anmelden zu müssen.


Kemmerich: "Während die Banken dicht machen um nicht in Zukunft an Basel III zu scheitern, klafft im Mittelstand zunehmend eine Kreditlücke. Es kann nicht sein, dass Kreditgeschäfte für den Mittelstand auf gleicher Stufe stehen, wie hochspekulative Finanzmarkttransaktionen. Ich appelliere daher noch einmal ausdrücklich an unsere Bundesregierung, die Parameter des Reformpaketes mittelstandsfreundlicher zu gestalten und Regelungen einzubauen, um die Liquidität der deutschen Wirtschaft zu gewährleisten. Ohne Kredite und Neugeschäfte gerät der Motor der deutschen Wirtschaft ins Stottern. Und das kann niemand wollen!"