Kemmerich empört über Vorschlag der Bundesregierung - falsches Zeichen im Schlingerkurs der Energiewende -Verbraucher müssen Verschwendung großer Energiefresser zahlen

(ab) "Die Deutsche Energiewende befindet sich im Schlingerkurs und driftet durch die Bemühungen der Bundesregierung erst recht in eine Richtung ab, die man so nicht halten kann", empört sich der Wirtschaftspolitische Sprecher der Thüringer FDP-Landtagsfraktion über die Ankündigungen aus Berlin, Strom-Großabnehmer von der Netzgebühr befreien zu wollen. Thomas L. Kemmerich spricht in diesem Zusammenhang von einem Milliardengeschenk, das von allen anderen Stromverbrauchern finanziert wird. Freuen sollen sich die 600 Unternehmen in Deutschland, die allein ein Sechstel des Stroms verbrauchen, und das schon heute zu einem subventionierten Preis. Das ist Verschwendung auf Kosten der Allgemeinheit, ein Aufruf zur Verschwendung einer Ressource, zu deren Herstellung und Transport noch viele Fragen zu klären sind.

Dazu TA vom 23.11.2011

Auf dem letzten Mittelstandstag in Stuttgart hat der Liberale Mittelstand, dem Kemmerich auf Bundesebene seit Kurzem vorsitzt, gerade erst beschlossen, Netzgebührenerlassungen künftig nicht mehr dulden zu wollen. Dieses Klientelgeschenk verzerre den Markt einseitig zu Gunsten einer Branche, die Gewinne einfährt und sich bis heute nicht in der Lage bzw. gezwungen sieht, energieeffizient(er) zu arbeiten. Das Argument der Befürworter, mit dem zusätzlichen Erlass der Netzgebühren Industrie-Arbeitsplätze in Größenordnung sichern zu müssen, lässt Kemmerich nicht gelten. Diese Rechnung geht zu Lasten des Mittelstandes und aller Privathaushalte, die dann die Kosten aufgebrummt bekommen, meint der Liberale. Jeder Verbraucher, ob Privatperson oder Firmeninhaber muss sich über den teurer werdenden Rechnungsposten Strom Gedanken machen und den Lichtschalter umlegen, Maschinen umrüsten und Energieeffiziente Konzepte erarbeiten. Mit dem Erlass der Netzgebühren für Betonwerke, Stahlhütten & andere Großkonzerne wird ein gänzlich falsches Zeichen gesetzt. "Ich fordere unsere Regierung auf, diesen unsinnigen Vorschlag zurück zu nehmen", fordert Kemmerich entschieden.