FDP Wirtschaftspolitiker wendet sich entschieden gegen verordnete Lohnuntergrenze

"Ein Mindestlohn benachteiligt vor allem Unqualifizierte und Schwache, in dem er den Zugang zum Arbeitsmarkt erschwert und damit die Schwelle des Unsozialen nur noch steigert" wendet sich Thomas L. Kemmerich gegen eine diktierte Lohnuntergrenze, die nach dem Willen von Mohring, Matschie und Machnig kommen soll. Mit einem flächendeckendem Mindestlohn, davon ist der Wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion überzeugt, wird sich die Kluft zwischen Arbeitenden und Arbeitslosen unüberwindbar gestalten. Jeder Firmenchef und Personalverantwortliche wird dann ganz genau schauen, wer eingestellt wird, denn die Budgets der Unternehmen steigen nicht mit den Bestimmungen zur Verdiensthöhe. Zudem drücken Kündigungsschutz und Sozialtransferleistungen auf die Einstellungsentscheidung. "In diesem einseitig ausgerichteten System nun auch noch in die Gehaltsverhandlungen staatlich-regulierend einzugreifen, widerspricht unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung" bemängelt Kemmerich und verweist darauf, dass es immer noch besser sei, niedrige Löhne aufzustocken, als Menschen über staatliche Sozialleistungen in Abhängigkeit zu halten. Ein Mindestlohn ist in diesem Zusammenhang löst keine Probleme sondern schafft eine Reihe neuer. (ab)

Dazu Artikel TLZ vom 13.1.2012: Zoff um Mindestlohn: Schriller Streit um SPD-Gesetzentwurf