Qualifizierung der Arbeitssuchenden mehr in Unternehmerhand verlagern - Vermittlung zu bürokratisch und wenig passgenau

Es ist richtig, dass sich die Thüringer Arbeitslosenquote um 1,4, Prozent im Vergleich zu Dezember 2011 erhöht hat. Man muss aber sehen, dass dieser leicht gestiegene Wert immer noch 0,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonates liegt. Zudem suchen 140.000 Menschen eine Stelle. Auch dieser Wert ist deutlich gesunken. "Insgesamt zeichnet sich auf dem Arbeitsmarkt ein stabiles Bild ab. Wenn man die wirtschaftlich angespannt Situation der vergangenen Jahre sowie die konjunkturell schwache Winterphase bedenkt, kann man mit den Zahlen zufrieden sein", konstatiert der Wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion. Man kann stolz auf das bisher Erreichte sein und muss sich nun um das kümmern, was noch zu tun ist. " Doch die Vermittlung schient noch immer zu bürokratisch und zu wenig passgenau zu sein", bemängelt Thomas L. Kemmerich. Bildungs- und Ausbildungsangebote müssen für ihn zunehmend auch von Unternehmerhand gelenkt werden, um eine bedarfsgerechte Fachkräfteplanung und Qualifikation zu gewährleisten.

In diesem Zusammenhang kritisiert der Liberale aufs Schärfste das neue Thüringer Ladenöffnungsgesetz, mit dessen Novellierung prekäre Arbeitsverhältnisse und Entlassungen geradezu provoziert werden. Man kann nicht Service und Dienstleistung im Bundesland hervor streichen und damit werben, auf der anderen Seite aber den Dienstleistungs- und Service-Erbringern die Arbeit so erschweren, dass der entstehende Interessenkonflikt zu Ungunsten der Beschäftigten ausfällt, die man ja eigentlich nicht wieder in der Arbeitslosen- oder Hartz-IV - Statistik auftauchen sehen will. (ab)

TA vom 1.2.2012
Pressemitteilung FDP-Landtagsfraktion
Arbeitslosenzahlen in Thüringen stark gestiegen