Nach Flop auf Landesebene - Antrag der Erfurter Liberalen wird nun auf bundespolitischem Parkett entwickelt

Der Antrag "Kind und Karriere" des FDP-Kreisverbandes Erfurt befindet sich wieder auf Erfolgskurs. Er wurde am 23. Januar 2012 vom Bundesvorstand der Liberalen beschlossen und nimmt nun konzeptuell politischen Einfluss in die programmatische Arbeit der regierungsbeteiligten FDP. Für Kreischef Thomas L. Kemmerich bestätigte das oberste Parteigremium damit die Wichtigkeit des Ansinnens. "Wir müssen bedarfsgerechte Kinderbetreuung ausbauen und verbessern, die sich an den beruflichen Realitäten von Familien und Lebenspartnerschaften orientiert," fordert Kemmerich nach wie vor entschieden.

Antrag "Kind & Karriere" zum Nachlesen

Und dabei sah es für den Antrag auch auf landespolitischer Ebene nicht gut aus. Die Thüringer Parlamentarier votierten Mitte 2011 mehrheitlich gegen die Forderungen des Wirtschaftspolitikers aus den Reihen der Opposition. Bis auf die Berichterstattung des Bildungsministers zum Ist-Stand, wurde der Antrag in allen Punkten die Kemmerich dem Plenum vorstellte und erläuterte, abgelehnt. Selbst die Landesfachausschüsse der FDP sahen bisher keine Möglichkeiten, ein Konzept zur Verbesserung von "Kind & Karriere" zu unterstützen.
Für Kemmerich hat das Thema dennoch weiterhin höchste Priorität. Für den Unternehmer, der selbst Vater von sechs Kindern ist, darf die berufliche Laufbahn nicht von der Entscheidung für Kind oder für Karriere abhängig gemacht werden. Im Idealfall sollte beides miteinander vereinbar sein. "Und das können und sollten wir uns auch zum Maßstab setzen."