Schulzentrum Brill-Straße
Schulzentrum Brill-Straße

Änderungsantrag der Liberalen hält Firmierung der Schule Brill-Straße für Zukunft offen

Ob aus der in der Hermann-Brill-Straße ab September 2012 eingerichteten gymnasialen Außenstelle nach 2014 ein neues und eigenständiges Gymnasium entsteht, oder sich die Schulkonferenz für eine Alternative entscheidet, bleibt offen. Der Weg wurde immerhin mit der Annahme des FDP-Änderungsantrages im Stadtrat geebnet. Bildungsexpertin Peggy Katzer betont, dass mit der Ergänzung der Liberalen der Schulnetzplan flexibel umgesetzt und die Schullandschaft in Erfurt bedarfsgerecht erweitert werden kann. Eine Wandlung von der bisher am Standort Brill-Straße heimischen Regelschule hin zu einer von der SPD forcierten Gemeinschaftsschule kam für Katzer und ihre Kollegen nicht in Frage. Zum einen liegen die Übertrittsquoten zum Gymnasium bei 45% weiterhin konstant hoch und in den kommenden Jahren erfolgen Anmeldungen von geburtenstarken Jahrgängen. Zum anderen, und darauf legt Peggy Katzer, die auch Elternsprecherin der Erfurter Gymnasien ist, besonderen Wert, muss die Wandlung zu einer Gemeinschaftsschule aus der Schulkonferenz heraus entstehen und darf nicht per Stadtratsbeschluss quasi von oben übergestülpt werden. Schließlich braucht eine Schulform die Akzeptanz der Schüler, Lehrer und Eltern.

Bereits heute haben die bestehenden Gymnasien ein Problem, alle Schulanmeldungen zu berücksichtigen. Vor allem im Erfurter Süden und den umliegenden Orten, wie Urbich und Niedernissa, müssen die Schüler teils lange Wege in Kauf nehmen. Mit dem Start der ersten 5. Klassen dieser Außenstelle eines Erfurter Gymnasiums kann in der Brill-Straße ein neues Gymnasium wachsen.

Der Änderungsantrag der FDP-Fraktion zum Schulnetzplan 2012 bis 2014 wurde mit nur sieben Gegenstimmen (alle CDU) angenommen.