Kemmerich: "Spiel auf Zeit bringt den Betroffenen nichts"

Die FDP-Landtagsfraktion lehnt die vom Thüringer Wirtschaftsministerium geforderte Transfergesellschaft unverändert ab. "Derjenige, der die höchste Kompetenz hat, sollte jetzt schnell die Aufgabe übernehmen", erklärte der wirtschaftspolitische Sprecher Thomas L. Kemmerich. Dies sei die Bundesagentur für Arbeit, die über die notwendige Instrumente verfüge und keine Zeit brauche, um zu handeln. "Alles andere ist ein Spiel auf, das den Betroffenen nichts bringt", kritisiert Kemmerich die Aussagen von Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Staschewski.

"Die ablehnende Haltung der FDP gegenüber einer Transfergesellschaft, die lediglich der Insolvenzmasse zu Gute gekommen wäre und nicht den Beschäftigten, halten wir aufrecht", so Kemmerich weiter. Das Handeln des Insolvenzverwalters in den letzten Wochen habe nicht die Sanierung des Unternehmens ermöglicht und damit der Attraktivität für Investoren geschadet. Eine Transfergesellschaft würde das Problem nur weiter verzögern, aber keine Lösung schaffen. Jetzt sei die Bundesarbeitsagentur gefordert, so Kemmerich abschließend. (jp)