Stadtratsfraktion

Verkehrskonzept Bergstraße zeigt Erfolge - FDP-Fraktion bleibt bei NEIN zu Umweltzone und fordert von OB Bausewein klare Positionierung gegenüber dem Land


Fraktionschef Thomas L. Kemmerich sieht sich in seiner Position bestätigt: Laut einer Presseinformation des MDR soll die Umweltzone in Erfurt nicht wie geplant im Oktober diesen Jahres umgesetzt werden, da das gemeinsam mit der Weimarer Bauhaus-Universität entwickelte "umweltsensitive Verkehrsleitsystem" in der Bergstraße eine erste positive Bilanz abbildet. Statt an 29 Tagen überschreitet die Feinstaubbelastung im Vergleichszeitraum "nur" noch an 18 Tagen die zulässigen Grenzwerte. "Das ist immer noch zu viel, aber die bereits vorhandenen Maßnahmen greifen und zeigen Erfolge", resümiert Kemmerich. Er und seine liberale Fraktion sprechen sich seit dem Aufkommen der Umweltzonen-Idee vehement gegen diese Form des Zonen-Denkens aus. Zu teuer, zu umständlich, zu gravierend die Einschnitte in das städtische Leben. Nicht einmal die Wirksamkeit dieser Luft-Verbesserungsmaßnahme konnte bisher zweifelsfrei bestätigt werden. Denn, da sind sich die Experten einig und auch Thomas L. Kemmerich bleibt überzeugt: Der Anteil der Autoabgase macht nicht den größten Teil der Feinstaubbelastung aus.
Dass schlau durchdachte Alternativen die Feinstaubbelastung schon heute effektiv senken, ist nun bewiesen! Eine Umweltzone allein bringt nichts. "Wir fordern von OB Bauswein, klare Kante mit klaren Ergebnissen zu zeigen, wenn diesbezüglich Gespräche mit dem Land ins Haus stehen und bleiben bei unserer Haltung: Nein zu einer Erfurter Umweltzone für das grüne Gewissen!", bekräftigt Kemmerich.