Kemmerich sieht Kurs der Liberalen bestätigt - Wirtschaftskraft muss weiter ausgebaut werden - Sicherheitsfaktor ist sehr hoch

Die Ergebnisse im Städte-Ranking der Wirtschaftswoche bestätigen den Kurs der Liberalen, freut sich deren Fraktionsvorsitzender, Thomas L. Kemmerich. Bei einer Nachhaltigkeitsstudie unter 50 deutschen Städten landete Thüringens Landesmetropole auf dem 21. Platz. Vor allem der Punkt "Wirtschaftskraft" verhagelte das Gesamtergebnis. Hier erreichte Erfurt einen der letzten Plätze . Mit immer noch zu wenig Industrieansiedlung erklärt Kemmerich das schlechte Abschneiden in dieser Kategorie. Zwar haben sich viele Firmen angesiedelt, die Firmengründungen sind auf einem stabilen Stand, was jedoch kaum in Erfurt anzutreffen ist, sind solvente Industrieansiedlungen. "Unser Bestreben zielt darauf ab, eine wertschöpfungsintensive Ansiedlungspolitik zu fördern", wird Kemmerich deutlich. "Mit der reinen Auslastung vorhandener Gewerbeflächen hat das nichts zu tun."

In Sachsen "Umwelt und Verkehr" kann Erfurt jedoch ordentlich Punkte sammeln. Eine sehr niedrige Ozonbelastung wird der Dom-Stadt bescheinigt, worin Kemmerich einen weiteren Beleg gegen die Installierung einer Umweltzone erkennt. Außerdem gehört Erfurt zu den sichersten Städten bundesweit. "Wo wir über Graffiti -Kataster abstimmen, haben andere Städte massive Probleme mit Kriminalität, Vandalismus und Gewalt", freut sich Kemmerich. Zwar ist Erfurt keine Insel der Glückseligkeit, aber die Studie bescheinige doch einen positiven Trend und bestätigt den hohen Faktor an Lebensqualität.
Ob und in welchem Maß der nachhaltige Wohnungsmangel berücksichtigt wurde, bleibt offen. Noch immer ist die Situation für Wohnungssuchende angespannt. Eine fast zeitgleich veröffentlichte Studie stellt einen zunehmenden Bedarf fest und macht deutlich: wenn Erfurt wachsen und sich entwickeln will, muss das grundlegende Bedürfnis der Menschen nach den eigenen Vier-Wänden oberste Priorität haben. Im Oberbürgermeisterwahlkampf 2012 war das Thema "Wohnraum" eines der wichtigsten Themen für den FDP-Kandidaten. "Daran wird sich auch nichts ändern", sagt Kemmerich.