ERFURT. Nachdem der Erfurter Beigeordnete für Stadtentwicklung, Uwe Spangenberg, der Lokalpresse einen möglichen Plan B für die Sanierung der Schlösserstraße zwischen Anger und Fischmarkt vorgestellt hatte, schlugen die Wellen hoch: "Acht Monate Bauzeit in der Schlösserstraße", TLZ vom 23.6.2012

"Es kann nicht sein, dass man ernsthaft in Erwägung zieht, den Öffentlichen Nahverkehr mit Bussen umzuleiten und Geschäfte zeitweise zu schließen, um damit die Bauzeit zu verkürzen und Geld sparen zu können", empöre sich FDP-Stadtrat Thomas L. Kemmerich über die Milchmädchenrechnung der Verwaltung. "Die Geschäftsleute werden nicht einfach zusehen, wie ihnen der Kundenstrom angeschnitten wird, sie werden zu recht Schadensersatz fordern und sich die finanziellen Ausfälle von der Stadt bezahlen lassen. Was dann die günstigere Variante ist, möchte ich vorher geklärt wissen", betonte Kemmerich und beantragte in letzte Minute eine Aktuelle Stunde zum Thema für die Stadtratssitzung Ende Juni.

Dann ging alles ganz schnell: "Erfurter sollen bei Sanierung der Schlösserstraße einbezogen werden", TLZ vom 28.6.2012 Plan B war schneller vom Tisch, als er diskutiert werden musste und bereits zwei Tage nach der Debatte im Stadtrat lag ein detaillierter Plan seitens der Verwaltung vor, wie und wann was stattfinden soll. Thomas L. Kemmerich und seine Fraktionäre sind erleichtert: Die Baumaßnahmen führen zu Einschränkungen, werden aber auf ein erträgliches Level gebracht. Es müssen keine Geschäfte geschlossen werden und die Betroffenen werden einbezogen.