Kemmerich fordert mehr Parkraum damit Verkehr nicht an Innenstadt vorbeifließt

Das am vergangenen Mittwoch vom Erfurter Stadtrat beschlossene Verkehrskonzept, das eine Verkehrsberuhigung u.a. durch die zeitliche Einschränkung des täglichen Lieferverkehrs in der Erfurter Innenstadt vorsieht, wird zwar von dem liberalen Verkehrspolitiker Heinz Untermann und dem FDP-Wirtschaftsexperten Thomas L. Kemmerich begrüßt, aber der Wegfall von rund 400 Parkplätzen in der Innenstadt ist für die liberalen Abgeordneten "nicht akzeptabel".

"Es liegt am Versagen der Stadtverwaltung, dass sich die tägliche Parkplatzsuche im Erfurter Zentrum - zum Ärger von Anwohnern, Parkplatzsuchenden bis hin zum betroffenen Fußgänger - noch immer so problematisch und chaotisch gestaltet. Seit Jahren ist ein zentral gelegenes Parkhaus an der Reglermauer geplant, doch aufgrund der städtischen Hinhaltetaktik fehlen die Parkplätze besonders am Ring noch heute", bemängelt der FDP-Stadtrat Kemmerich weiter.

Ein Verkehrskonzept als "Begegnungszone" in der Innenstadt muss nach Ansicht der Liberalen alle Verkehrsteilnehmer - Fußgänger und Autofahrer - berücksichtigen. Daher fordert Kemmerich, "dass keine Parkplätze wegfallen dürfen, bevor nicht neue Parkhäuser entstanden sind. Im Sinne einer attraktiven Innenstadt für Erfurter, Fußgänger und Besucher muss auch genügend Parkraum geschaffen werden, sonst fließt der Verkehr an der Erfurter Innenstadt vorbei", so Kemmerich. "Man sollte sich landes- und bundesweit an solchen Städten ein Beispiel nehmen, wo durch autofreundliches Verhalten der Politik die innerstädtischen Zentren belebt werden und Handwerker und Gewerbetreibende davon profitieren können", fordert Untermann abschließend.