Studie belegt positiven Frauenquoten-Trend in deutschen Unternehmen - Männer-Anteil kommt bald zu kurz

"Wenn sich der derzeitige Trend fortsetzt, stellt sich in wenigen Jahren ein, was durch Quoten nicht erzwungen werden kann: der Anteil von Frauen in Führungspositionen steuert auf die dreißig Prozent Marke zu", verweist der Landtagsabgeordnete Thomas L. Kemmerich auf die Ergebnisse einer Studie der Personalberatung Egon Zehnder International, die jüngst in der FAZ für Schlagzeilen sorgte. Kemmerich sieht bestätigt, dass deutsche Unternehmen flexibel und innovativ denken und handeln. Laut FAZ wurden demnach im vergangenen Jahr 40,7 Prozent der zu besetzenden Positionen in Vorständen und Aufsichtsräten mit Frauen besetzt. Im Vergleich zum europäischen Durchschnitt (30,8 Prozent) befindet sich Deutschland damit auf einem guten Weg für mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Unternehmensführung. Kemmerich bestätigt, dass sich viele weibliche Spitzenkräfte ungern mit dem Quotenbonus schmücken: "Und wie man sehen kann, ist das auch nicht nötig. Die Quoten-Diskussion kann gleich in der Mottenkiste verschwinden." Mit dem NDR schlägt nun bereits ein großer Arbeitgeber auf die Seite der Männer. Für die fordert der Sender eine verwaltungstechnische Grenze von 30 Prozent, genauso wie für Frauen.