Landtag

Kemmerich: "Wirtschaftspolitik muss Weichen richtig stellen"

"Handlungsbedarf für die Thüringer Wirtschaft und die Politik" sieht FDP-Wirtschaftsexperte, Thomas L. Kemmerich, im Ergebnis eines bundesweiten Vergleichs von Wirtschaftskraft und Standortfaktoren. "Platz 11 im Ranking der Bundesländer und insbesondere der vorletzte Platz bei der Wirtschaftsleistung pro Einwohner kann nicht zufriedenstellen." Man müsse die Produktivität durch verstärkte Innovationen und gezielte Förderung von Forschung und Entwicklung erhöhen, fordert Kemmerich.

Eine höhere Fertigungstiefe sowie mehr OEM-Produktionen (Original Equipment Manufacturer, ein Markenproduzent, der ein Markenprodukt herstellt, das ein anderer Hersteller in seine eigenen Produkte integriert und diese Kombination auch beim Kunden als Mehrwert ausweist) könnten zu einer Erhöhung der Produktivität beitragen. Dann wären auch höhere Löhne und mehr Kaufkraft möglich.

Von dem vierten Platz beim sogenannten Dynamikranking dürfe man sich nicht blenden lassen. Niedrige Produktivität führe zu niedrigeren Produktionskosten. Diese gingen einher mit einem niedrigen verfügbaren Einkommen und verminderter Kaufkraft, so Kemmerich abschließend. (jp)