Motto Weltkindertag 2012
Motto Weltkindertag 2012

Kemmerich kennt Probleme von Eltern - es fehlt ab Betreuungsangeboten und finanziellem Ausgleich

"Den heutigen Weltkindertag möchte ich gern nutzen um für mehr Kinderfreundlichkeit in Deutschland zu werben." Als Vater von sechs Kindern weiß der Landtagsabgeordnete Thomas L. Kemmerich über was er dabei redet und kennt die gesellschaftlichen Hindernisse im Alltag nur zu gut: Kindergartenöffnungszeiten die sich kaum mit den Arbeitszeiten der Eltern vereinbaren lassen, mangelnde qualifizierte Ganztagesbetreuung für Schulkinder, eine unzureichende finanzielle Unterstützung für Eltern über Freibeträge und Kindergeld. Kemmerich ist deshalb wenig verwundert über neue Studien, die die Geburtenrate zukünftig immer weiter abrutschen sehen. Schon heute bekommt im statistischen Mittel jede Frau in Deutschland nur mehr noch 1,36 Kinder. Ein höheres Karrierebewusstsein und das vermehrte Streben nach individueller Entfaltung mögen verbunden mit einer sich ausdehnenden Ausbildungszeit dazu beitragen, dass die Mütter von heute immer später ja zu einem Kind sagen. Die Bereiche, in den die Politik aber aktiv Einfluss nehmen könnte, werden für Kemmerich entsprechend stiefmütterlich behandelt. Es geht nicht ausschließlich um Kita-Plätze und Klettergerüste im Wohnumfeld. Vielmehr brauchen die Eltern Perspektiven und weniger Druck. "Bei der Entscheidung zwischen Kind und Karriere verspricht der berufliche Erfolg zunehmend mehr planbare Aussichten. Leider!" Mehr flexible Betreuungsmöglichkeiten, eine steuerliche Begünstigung von Eltern, Home-office-Modelle oder gar Elternquoten im Berufsleben wünscht sich der Thüringer Abgeordnete. "Die große Unsicherheit vieler junger Menschen hinsichtlich einer Elternschaft muss man ernst nehmen und Lösungen anbieten."