Landtag

FDP fordert Konzeption zur Wasserversorgung in Thüringen bis 2030

"Wasser ist Leben und Lebensqualität", begründet der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Thomas L. Kemmerich, einen Antrag der Liberalen im Thüringer Landtag, mit dem die Landesregierung zur Fortschreibung der Dritten Prognose der Trinkwasserbilanz und zur Erstellung einer Konzeption der Wasserversorgung in Thüringen bis zum Jahr 2030 aufgefordert wird. Die Prognose von 2008 basiere auf dem Fakten- und Zahlenmaterial bis zum Jahr 2004. Eine Überarbeitung der Dritten Prognose sei deshalb unter besonderer Berücksichtigung der demographischen und klimatischen Entwicklungen und Veränderungen der Bewirtschaftung dringend erforderlich.

Die FDP-Fraktion hat dazu einen Katalog mit insgesamt elf Schwerpunkten zur Berücksichtigung bei der Erstellung der Prognose vorgelegt. "Die Einwirkungen des Klimawandels auf die Ressource Wasser und auf die Trinkwasserversorgung müssen untersucht werden", fordert die umweltpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion Franka Hitzing. Auch die Auswirkungen von erneuerbaren Energien auf die Wasserwirtschaft seien in die Prognose einzubeziehen. Zudem müsse auch die öffentliche Preisdiskussion für eine nachhaltige Wasserversorgung in die Überarbeitung einbezogen werden, mahnt der Wirtschaftsfachmann Kemmerich.

"Strom kommt aus der Dose, Trinkwasser kommt aus dem Wasserhahn - ist leider oft die Wahrnehmung unseres Lebensmittels Nummer 1", stellt Kemmerich fest. Anlässlich des morgigen "Tages des Wassers" wollen die Liberalen im Landtag eine sachliche Debatte anstoßen. "Die Konzeption der Wasserversorgung in Thüringen bis zum Jahr 2030 ist ein entscheidender Schritt zur langfristigen Sicherung der Daseinsvorsorge von Trinkwasser", so Kemmerich abschließend. (jp)