Stadtrat

Stadtrat Kemmerich unterstützt Petition gegen neue Gebührensatzung - Haushaltssanierung auf Kosten von Eltern und Kindern muss verhindert werden

ERFURT. "Als Stadtrat und Vater von sechs Kindern stelle ich mir ernsthaft die Frage, was man erreichen will, wenn man die Kita-Gebühren hoch ansetzt und nun schon wieder laut über eine Erhöhung nachdenkt", äußert sich Thomas L. Kemmerich besorgt zu dem Vorschlag einer neuen Gebührenordnung, die ab August 2013 in Kraft treten soll. Demnach betrüge die Höhe des Elternentgelts bei der Betreuung von Kindern unter zwei Jahren in einer Kindertageseinrichtung monatlich 600 EUR, und das, obwohl die Landeshauptstadt bereits heute Thüringenweit die höchsten Sätze fordert. "Viele Eltern sind sauer, weil zwar die Kosten steigen, der Zustand vieler Kindertageseinrichtungen aber schlecht ist", weiß Kemmerich. Der Liberale kann die Welle der Empörung verstehen, denn der Eindruck, dass Familien mit Kindern zur Kasse gebeten werden, um die desaströse Finanzsituation der Stadt auszubügeln, ist nicht abwegig. Anders kann sich auch Stadtrat Kemmerich nicht erklären, warum die Elternbeiträge schon wieder angehoben werden sollen. "Ich appelliere an die Verantwortlichen in der Stadt, diese irrwitzigen Berechnungen wieder in der Schublade verschwinden zu lassen. Erfurt leistet sich in den letzten Jahren einfach zu viele negative Superlative."

Als Unterstützer der Petition "Gegen überzogene Kitagebühren in Erfurt" fordert Thomas L. Kemmerich Unterstützung für die Initiative engagierter Eltern. Die Petition kann online unterzeichnet werden. 5000 Unterschriften werden in den nächsten 92 Tagen benötigt, damit die Petition eingebracht werden kann. Adressat ist der Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein. Außerdem hat sich eine Facebookgruppegegründet, die zur Diskussion über die Kita-Gebühren in Erfurt einlädt.