Landtag

Kemmerich weist Vorwürfe von Stange als unsinnig zurück

ERFURT. Als "unsinnig" hat der gleichstellungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Thomas L. Kemmerich, die Vorwürfe der Abgeordneten Karola Stange von der Linksfraktion zurückgewiesen. Als Vorsitzender des Gleichstellungsausschusses habe er die Sitzung am 3. Juli 2013 abgesagt, weil aktuell keine Anträge oder Themen zur Diskussion stünden. Entsprechende Anträge der FDP-Fraktion - wie zuletzt den Antrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf - hätten die Vertreter der anderen Fraktion im Parlament abgelehnt. "Wenn man die Überweisung von Anträgen in die entsprechenden Ausschüsse ablehnt, darf man sich nicht hinterher wundern, dass keine Tagesordnungspunkte vorhanden sind", sagte Kemmerich.

"Das Thema Gleichstellung ist ein wichtiges, ein präsentes, ein immer aktuelles Thema - insbesondere bei der Frage der Vereinbarkeit von Beruf und Familie", so Kemmerich. "Chancengleichheit für Frauen, das ist eine Chance für die Unternehmen und damit für uns alle hier in Thüringen, wirtschaftlich voranzukommen bei der Frage der wirtschaftlichen Betätigung, der Stärkung des Landes, aber auch bei der Genderfrage darf uns nicht die Puste ausgehen. Denn durch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf können die Talente der Frauen, unserer Fachkräfte, die in das Berufsleben streben oder mitten drin sind, auch ihre Karrierechancen steigern", begründete Kemmerich den FDP-Antrag, über den er gern in der Sitzung am 3. Juli mit Frau Stange und den anderen Ausschussmitgliedern diskutiert hätte. "Doch leider ist linke Ideologie für sie wichtiger als die Lebenswirklichkeit. Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Kinderbetreuung, flexiblere Kinderbetreuungsmöglichkeiten oder die Absicherung der Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz, sind sehr wohl Themen, die in den Gleichstellungsausschuss gehören", so der Liberale, der selbst Vater von 6 Kindern ist, abschließend. (jp)