Stadt

Zu wenig Geld für die Müllentsorgung - zu viele Müllberge für die Innenstadt - Kemmerich fordert höheren Etat für Müllabfuhr, zumindest im Stadtkern

ERFURT. "Die Sparmaßnahmen der Stadt zeigen Wirkung", verweist Stadtrat Thomas L. Kemmerich auf die Müllinseln, die sich langsam aber wachsend im Stadtbild festsetzen. Es ist weder ein Aushängeschild für eine Landeshauptstadt noch ist es für die Erfurterinnen und Erfurter schön mit anzusehen, wie ihre Stadt spart und spart und man die Folgen deutlich sehen und riechen kann. Auf die Müllhaufen, die sich vor allem an den Wochenenden zwischen Anger, Fischmarkt, Hirschgarten und Domplatz türmen und durch den Wind verweht werden, wurde Kemmerich von Freunden aufmerksam gemacht, die Bilder mit dem Handy versendeten und dazu titelten "Die Folgen der Stadtpolitik sind nicht zu übersehen!".

Einem kürzlich im Stadtrat eingebrachten Antrag, nachdem 30.000 Euro pro Jahr mehr für die innerstädtische Müllentsorgung im Haushalt eingestellt werden sollten, wurde erst zugestimmt, nachdem man, wie auf einem Basar, den Preis um 10.000 Euro drücken konnte. "Die Mindeststandards einer städtischen Infrastruktur müssen auch in Erfurt erfüllt werden. Wenn man die Leute hier her lockt und mit den Vorzügen der Stadt wirbt, dürfe man den dabei entstehenden Dreck nicht der Windrichtung überlassen", fordert Thomas L. Kemmerich eine Aufstockung des Etats, der für diesen Zweck vorgesehen ist.