Kemmerich fragt nach Gebietsschutzklausel und will Haftung der Berater prüfen

Mit Unverständnis reagierte Thomas L. Kemmerich, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Thüringer Landtag, als ihm mehrere Bekannte einen Brief mit einem E.ON-Logo zeigten. Nicht die Umbenennung der ehemaligen Tochtergesellschaft des E.ON Konzerns wird bekannt gegeben. Nein, es ist der erneute Versuch der E.ON Bayern in den Gefilden Thüringens erfolgreich bei der Kundenakquise zu sein und Kunden zu E.ON Bayern zu locken. Dies ist der wiederholte Versuch der E.ON Bayern Vertriebs GmbH. Scheinbar hat sich die Thüringer Energie AG nicht durchsetzen können mit der Unterlassung, Kunden aus Thüringen abzuwerben.

Thomas L. Kemmerich (FDP) regt an, Schadensersatzansprüche gegenüber den mit Millionen ausgestatteten Beratern zu prüfen. "Nicht das ich etwas gegen Wettbewerb habe, so Thomas L. Kemmerich (FDP), Wettbewerb ist gut im Sinne der Kunden, um bezahlbare Energie zu erhalten. Aber mit welchem Dilettantismus scheinbar bei dem Erwerb der heutigen Thüringer Energie AG vorgegangen wurde, lässt für die Zukunft nicht Gutes erwarten."
Es ist mehr als üblich, bei solchen Transaktionen Gebietsschutz oder ähnliche Klauseln zu vereinbaren. Dies scheinen die Berater auf Seiten der Thüringer Energie AG aber übersehen zu haben. Ein hoher Wert der Gesellschaft ist jedoch der Kundenstamm. Diesen im Vertragswerk nicht zu schützen, ist fahrlässig und lässt Böses erwarten für die angepriesene ertragsreiche Zukunft der Milliardeninvestition der Thüringer Kommunen.

Die FDP Thüringen wird im Sinne der Bürger über den Landtag und ihre kommunalpolitischen Vertreter initiativ bleiben. Wettbewerb ist gut, aber gut beraten wären die neuen Eigentümer KET gewesen, wenn die ehemaligen Schwestern des E.ON Konzerns sich nicht auf den Rücken der Thüringer Steuerzahler um die Kunden streiten, so Kemmerich abschließend.