Landtag

Kemmerich: "Leistungsbereitschaft muss vorgelebt werden - auch von der Landesregierung und den Fraktionen"


ERFURT. "Leistung muss sich lohnen - auch im Praktikum!", denn eine angemessene Vergütung während des Praktikums unterstützt nicht nur das Anwerben der besten Köpfe und Fachkräfte für den Freistaat, sondern es bringt auch erhebliche Standortvorteile für Thüringen mit sich", begründet der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Thomas L. Kemmerich, den Alternativantragder FDP zur Umsetzung von Grundsätzen für faire Praktika in Thüringen. Gerade jetzt in den Sommerferien absolvieren wieder viele Studierende und Schüler ein Praktikum. Viele von ihnen sind in der Wirtschaft, aber auch in Behörden der Landesregierung oder bei Landtagsfraktionen tätig. In der Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hatten sich jedoch erhebliche Defizite im Bereich der Praktikantenvergütung innerhalb des Geschäftsbereichs der Landesregierung abgezeichnet. Deshalb fordert die FDP-Fraktion im Thüringer Landtag von der Landesregierung erneut eine angemessene Vergütung von Praktika. Auch die Abgeordneten des Landtages sollten sich selbstverpflichtend daran halten.

"Leistungsbereitschaft muss vorgelebt werden und das nicht durch realitätsfremde Politik, die sich darauf beschränkt DGB-Richtlinien einer Bundesratsinitiative einzufordern", so der liberale Wirtschaftspolitiker weiter. "Wir müssen die Elemente, die Leistung ausmachen, die letztlich unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft und unser Sozialsystem tragen, auch zulassen und fördern." Daher müssten auch die Abgeordneten und die Fraktionen des Thüringer Landtags mit gutem Beispiel vorgehen, statt "Wasser zu predigen und Wein zu trinken" wie Frau Astrid Rothe-Beinlich. Die Grünen forderten einerseits Mindestlöhne in Höhe von 8,50 Euro, zahlten aber ihren Praktikanten auf der anderen Seite weniger als vier Euro die Stunde. "Vielleicht muss der unterbezahlte Praktikant die ökologisch gedruckten Handzettel mit der grünen Forderung nach einem Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde dann noch verteilen. Das ist Hohn", so Kemmerich abschließend. (jp)