Termin

Was muss eine moderne Verwaltung leisten, um den Bürger zu schützen ?


ERFURT. Vor dem Hintergrund von sinkenden Steuereinnahmen und der demografischen Veränderung wird der Ruf nach einem effizienten und transparenten Verhaltungshandeln immer lauter. Mit einer elektronischer Verwaltung (Electronic Government) soll eine Vereinfachung und Beschleunigung von Verwaltungsabläufen erreicht werden. Alle Verwaltungsdienstleistungen sollen online bereitgestellt und rechtsverbindlich erbracht werden.
Auf der Basis von "Open Government Data" (offene Verwaltungsdaten) sollen dabei auch Datenbestände der Verwaltung, die im Interesse der Allgemeinheit sind frei zugänglich gemacht werden.

TERMIN: Dienstag, 3. September 2013, 18 Uhr, Dubliners Irish Pub, Neuwerkstraße, Erfurt

Unsere Gesprächspartnerin Prof. Dr. Regina Polster

Der notwenige Umbau der bisherigen "Offline-Verwaltung" und einer damit angestrebten höheren Transparenz scheint aber auch Gefahren in sich zu bergen. Mit den Veröffentlichungen über Überwachungsprogrammen wie Prism (Programm der NSA zur weltweiten Überwachung und Auswertung von elektronischen Medien und elektronisch gespeicherten Daten) wächst die Verunsicherung.
Was weiß die Verwaltung bereits über ihre Bürger ? Wie wird mit personenbezogenen oder anderen sensiblen Daten umgegangen ? Wie werden die verschiedenen Interessen geschützt ?

Ein stärkerer Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien in der Verwaltung ist unbestritten dringend notwendig, aber damit es nicht zu einem Überwachungsstaat mit "gläsernen Bürgern" wie in "1984" von George Orwell kommt, sind eben auch bestimmte organisatorische und technische Rahmenbedingungen zu beachten.
Thema des liberalen Salons am 3.9. soll deshalb der Stand der Umsetzung von E-Government in Thüringen sein.