Landtag

ERFURT. Zum Rückzug von Matthias Machnig aus Thüringen und seinem Amt als Wirtschaftsminister, äußert sich der Wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Thomas L. Kemmerich:

"Nachdem Herr Machnig immer betont hatte, zu einhundert Prozent für Thüringen, seine Wahlheimat, zu stehen, empfinde ich es als besonders beschämend, dass er nun das Handtuch wirft. Gerade jetzt, wo er wegen einer Finanzaffäre unter Druck steht und die Bundespartei kein überzeugendes Ergebnis beim letzten Urnengang verzeichnen konnte, scheint ihm der Ruf in Richtung Brüssel als aussichtsreicher zu erscheinen, als das Amt als Wirtschaftsminister in Thüringen auszufüllen. Herr Machnig weiß sehr genau, dass er sich in den letzten vier Jahren weder mit Ruhm bekleckert noch mit seinen Plänen die Thüringer Wirtschaft beleben oder zumindest zukunftssicher aufzustellen konnte. Für seine persönliche Zukunft verspricht dieser Schritt mehr Optionen. Machnig sucht für mich klar sein Heil in der Flucht, für ihn entscheidet allein das ICH. Ich bin enttäuscht, nach den Wellen, die er im Plenum geschlagen hat. Das er kurz vor dem Ende seiner Amtszeit geht, macht klar, dass er sich und seinen Versprechungen selbst nichts zutraut."