Stadt

Statt Bedenken zu schüren, drängt Kemmerich auf Bau der neuen Multifunktionsarena - Finanzierung steht und der Bedarf ist da

ERFURT. "Die Messe muss Konzertabfragen negativ bescheiden, die Thüringenhalle platzt aus allen Nähten und das derzeitige Stadion ist marode. Mitteldeutschland fehlt ein vernünftiger Veranstaltungsort für Sport, Kultur und Freizeit. Erfurt ist als Landeshauptstadt dafür prädestiniert," resümiert Thomas L. Kemmerich, der als Wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion und Stadtrat in Erfurt für den Bau der Arena stimmt. Nur darf sich der Bau nicht weiter verzögern. Jeder verschenkte Tag kostet bei einem Projekt dieser Größenordnung eine Menge Geld. Der Start ist bereits von 2013 durch fehlerhafte Ausschreibungen der Stadt auf 2015 vorverlegt worden. Pro Jahr machen die gestiegenen Baupreise eine Millionen Euro Plus aus, die durch eine Deckelung der Europafördermittel allein durch die Stadt Erfurt zu tragen sind. "Daher kann ich die neuerliche Kehrtwende der CDU nicht nachvollziehen," so Kemmerich. Der Liberale vermutet, dass sich die Christdemokraten der Herausforderung einer Arena nicht gewachsen fühlen. Noch ein Prestigeprojekt das den Bach runter geht und für Negativschlagzeilen sorgt, braucht die Regierungspartei wirklich nicht. "Ich glaube, in Frau Liebknechts Führungsriege traut man seinen Stärken und der eigenen Politik nichts zu!"

Andere Städte machen vor, wie es laufen kann, wenn Finanzierung und Vermarktung stimmen. "Und das kann Thüringen auch. Zumal wir ein großes Einzugsgebiet, eine gute infrastrukturelle Anbindung und auch die Nachfrage haben. Außerdem spielt mit RotWeiß Erfurt ein bekannter Club auf Erfurter Arenaboden. Alle warten auf den Anpfiff zur Grundsteinlegung," macht FDP-Mann Kemmerich klar. Einer Alternative zum jetzigen Zeitpunkt geben die Thüringer Liberalen klar eine rote Karte. (ab)