Stadt

"Die Wählerinnen und Wähler sollten wissen, wer ihre Interessen tatsächlich im Stadtrat vertreten kann"

ERFURT. "Wer wenn nicht er," fragt FDP-Stadtrat Thomas L. Kemmerich, "soll für die Erfurter SPD Stimmen generieren? Mir scheint, den Sozialdemokraten geht das Personal aus." Wenn es der SPD selbst schon als dumm erscheint, Platz 1 mit einem anderen Kandidaten als Andreas Bausewein zu besetzen, muss man sich doch fragen, wie ehrlich und geradlinig sich die Sozialdemokraten innerparteilich für die Kommunalwahl 2014 aufstellt. Denn, so vermutet Kemmerich, OB-Bausewein wird seinen Amtsstuhl sicher nicht gegen einen Reihenplatz im Stadtrat eintauschen. Wieso allerdings führt er dann die Kandidatenliste an? Was Kemmerich missfällt, ist die Einseitigkeit der sozialdemokratischen Strategie und die Werbung mit einem, der nicht zeitgleich Regierung und Opposition besetzen kann (und laut Kommunalordnung auch nicht darf). "Meinem Verständnis nach sollte den Erfurter Wählerinnen und Wählern offen kommuniziert werden, wer ihre Interessen zukünftig auch tatsächlich im Stadtrat vertreten wird. Eine Mogelpackung als Zugpferd zu verkaufen, finde ich nicht korrekt," so Kemmerich. (ab)