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Stadtrat Kemmerich verweist auf Folgen des Gutachtens - Stadt drohen weitere finanzielle Verluste

ERFURT. "Erfurt steigt mit dem Verkauf seiner Anteile am Kommunalen Energieversorger VUB aus, was nach sich zieht, das ein Gutachter den Wert der zu veräußernden Anteile bindend festlegt. In meinen Augen handelt die Stadt grob fahrlässig. Immerhin ist mit einem Wertverlust zu rechnen. Die Dividenden der Energieversorgungsgesellschaft liegen bei null," äußert sich Stadtrat Kemmerich kritisch zum Verkauf der VNG-Anteile durch die Erfurter Stadtwerke. Um das BUGA-Projekt finanziell abzusichern, hatte die Stadt Erfurt beschlossen, ihre Anteile am Verbundnetz der Gas Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH (VNG) zu veräußern. Da Erfurt gemeinsam mit neun weiteren deutschen Städten zusammen 25,79 Prozent an der VNG hält, wird nun ein Gutachter bestellt, um den Verkaufswert des Erfurter Anteils zu bestimmen.

Ein erfolgreicher Erlös steht für Kemmerich dabei in den Sternen. Der Erfurter Stadtrat hält den Verkauf für einen Millionenpoker ohne Sicherheiten. Ein Teil des VNG-Pakets ist noch immer kreditfinanziert, in den Bilanzen der Stadtwerke Erfurt (SWE) werden die Anteile mit einem Wert von 68 Millionen Euro aufgeführt. "Der Verkauf unter diesem Wert belastet die Stadtkasse zusätzlich und geht direkt am Ziel der Buga-Finanzierung vorbei," rechnet Kemmerich vor. Erfurt drohen Millionenverluste, die Einschätzung des Gutachters ist weder prognostizierter noch korrigierbar. (ab)

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