Stadt

Vertagung der Stadtratssitzung macht Überforderung im Rathaus deutlich - Ablenkung täuscht über Inkompetenz nicht hinweg - Stellungnahme ist notwendig

ERFURT. "Die Erfurter Stadtspitze ist immer offen für Schlagzeilen. Aber anstatt für positive Publicity zu sorgen, schüttelt man in der Landeshauptstadt erneut den Kopf ob der Inkompetenz im Rathaus," kommentiert Thomas L. Kemmerich die Absage der heutigen Stadtratssitzung. "Die unerhört lange Tagesordnung wird verschoben. Ich frage mich, in welchem Zirkus ich mich befinde," macht Stadtrat Kemmerich seinem Ärger Luft. Der FDP-Politiker gibt zu bedenken, dass die für Mitte Februar anberaumte Mammut-Tagesordnung die politischen Rechte der ehrenamtlichen Stadträte verletzt.
Es gehört seiner Meinung nach zu den Aufgaben einer Stadtverwaltung, die korrekte Einladung, Vorbereitung und Durchführung einer Stadtratssitzung zu gewährleisten. "Mit der Suche nach einem Schuldigen lenkt die Verwaltung nur von ihrer Verantwortlichkeit ab!" ist der FDP-Ratsherr überzeugt. Kemmerich erwartet eine Stellungnahme und Erklärung für das entstandene Desaster. (ab)