Kemmerich: "Karneval als generationenübergreifendes Projekt ernst nehmen"


"Auch in diesem Jahr findet im Thüringer Landtag zum zweiten Mal in Folge keine Weiberfastnacht statt. Die schon Tradition gewordene Veranstaltung in der Lobby des Plenarsaals vereinte über 300 Karnevalisten aus dem ganzen Freistaat, schade, dass dieses Jahr die Möglichkeit nicht besteht", sagte Thomas L. Kemmerich, Abgeordneter der FDP-Fraktion und Vizepräsident des Senats der Gemeinschaft Erfurter Carneval von 1991 e.V. Dem Liberalen ist es wichtig, auf die große gesellschaftliche Bedeutung karnevalistischer Vereine hinzuweisen. "Karneval ist ein generationenübergreifendes Projekt, das sollte auch in Thüringen ernst genommen werden", fordert Kemmerich.

Auch die Stadt Erfurt macht dieses Jahr ihren Karnevalisten das Leben schwer. So bangen die Traditionsvereine um ihre Depoträume, wo Kostüme und Requisiten aufbewahrt werden. Darüber hinaus hat die Stadt Erfurt für den am Sonntag stattfindenden erstmals eine Sondernutzungsgebühr erhoben. "Über 2000 Aktive Karnevalisten zelebrierenam Sonntag den Faschingsumzug in Erfurt vor 100000 Besuchern . Durch die Sondernutzungsgebühr wirft die Stadt den Karnevalsvereinen Steine in den Weg", so Kemmerich. "Karneval ist nicht bloß närrischer Spaß, die Vereine leisten einen enormen Beitrag zur sinnvollen Freizeitgestaltung und sportlicher Betätigung. Generationenübergreifende Projekte sollten auch im Thüringer Landtag und in den Städten gewürdigt werden.