Stadtrat

Absage der Stadt ist für Liberale nicht hinnehmbar - Ende der Komfortzone beginnt beim Spareffekt & Umweltgedanken

ERFURT. Die Anfrage der Liberalen, einen Teil des Fuhrparks der Stadt auf ein Carsharing-Modell umzustellen, wurde seitens der Verantwortlichen zurück gewiesen. "Ohne Nutzen, als zu teuer und erfolglos geprüft stuft das Rathaus die Möglichkeit ein, die in anderen Städten bereits umgesetzt wurde und hilft, Kosten zu sparen," ärgert sich Stadtrat Thomas L. Kemmerich über die platte Absage in der letzten Stadtratssitzung. So wie in Leipzig und Magdeburg hat das Unternehmen teil.auto Gespräche mit der Stadtverwaltung geführt. In Erfurt aber verliefen alle Pläne im Sand, wundert sich deren Sprecher bis heute. Mit einer Anfrage hatte die FDP versucht, das Thema erneut in Bewegung zu bringen. "Wenn ein Großteil der Autos im Stadtfuhrpark innerhalb des Leasingzeitraums von vier Jahren weniger als 10.000 km auf dem Tacho hat, muss die Frage nach der Wirtschaftlichkeit erlaubt sein," bleibt Kemmerich jedoch hartnäckig. "Die Rechenwege die uns die Verwaltung aufmacht, sind im Ergebnis nicht nachvollziehbar und lassen die Vorteile des Carsharings vollkommen außer Acht.

Kemmerich kündigt dazu an, mit teil.auto im Gespräch zu bleiben und am Beispiel anderer ostdeutscher Städte den Nutzen wiederholt in den Vordergrund zu stellen. Mit den lapidaren Argumenten und aus den Wolken gegriffenen Zalen, die man bis heute für die Entscheidung gegen eine Umstellung des Fuhrparks ins Feld führt, will sich der Liberale nicht zufrieden geben. "Das Ende der Komfortzone beginnt dort, wo tatsächlich Einsparungen gemacht werden können und die Stadt die Möglichkeit hat, mit innovativen und Ressourcen schonenden Maßnahmen Maßstäbe zu setzen," so Kemmerich. (ab)