Stadtrat

Antrag der Liberalen Stadträte um Befragung der Erfurter Eltern ergänzt und im Stadtrat durch gewunken

ERFURT. "Mit unserem Anliegen, die Betreuungszeiten in den Erfurter Kitas flexibler zu gestalten, sind wir ein Stück weiter gekommen," sind die Stadträte Rudovsky & Kemmerich erfreut. Nun soll es eine Umfrage unter den Erfurter Eltern geben um die konkreten Bedarfe zu ermitteln. Thomas L. Kemmerich betont, dass es ausdrücklich nicht zurück zur Ganztagskita geht, in der man den Nachwuchs von 8 bis 20 Uhr parkt um noch mehr arbeiten zu können. Vielmehr haben sich die Anforderungen am Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren gravierend verändert. Die meisten Geschäfte haben Öffnungszeiten bis 20 Uhr, Büroangestellte müssen bis 16 oder 17 Uhr da sein. Natürlich verlagert sich dann auch der Start von Kita- und Arbeitszeiten nach hinten. Vielen Eltern wäre mit einem Abendbrot der Kleinen mehr geholfen, als mit einem Frühstück. "Darauf zielt unser Antrag ab," so Kemmerich.

Zuspruch bekommen die Liberalen von Eltern, die über den Frühdienst hinaus Arbeitszeiten abdecken müssen und natürlich von Firmen, die wiederum auf Kundenwünsche eingehen. Die Menschen wollen nach Dienstschluss zum Zahnarzt oder zum Einkaufsbummel. Und das möglichst flexibel. Dass das Personal, das diesen Service ermöglicht auch Kinder hat und Betreuungsprobleme bekommt, wenn die Durchschnittskita 17 Uhr die Pforte verschließt, dürfen wir nicht ignorieren, argumentiert die FDP. Die Ergebnisse der Umfrage sollen so schnell als möglich aufgenommen und ausgewertet werden, um Arbeits- und Kitazeiten, besser vereinbar zu gestalten. (ab)