Landtag

FDP schlägt dauerhafte Finanzierung des Gemeinschaftsprojektes BERUFSSTART PLUS vor


ERFURT. "Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind so gut wie nie zuvor. Doch viele Jugendliche haben zum Ende der Schulzeit noch keine klare Vorstellung von ihrem künftigen Job. Deshalb muss bereits frühzeitig mit der Berufsorientierung begonnen werden", fordert Thomas L. Kemmerich und schlägt als eine Maßnahme die dauerhafte Finanzierung des Gemeinschaftsprojektes BERUFSSTART PLUS vor.

Aus Gesprächen mit den Landeselternsprechern der Berufsbildenden Schulen weiß Kemmerich, dass der Abschluss eines Ausbildungsvertrages auf Grund der reduzierten Schulstandorte für viele Ausbildungsberufe oft an den zu langen Schulwegen und den damit verbundenen Kosten scheitert. Die FDP-Fraktion hat deshalb im Landtag die Einführung eines Azubi-Tickets beantragt. So wollen die Liberalen sicherstellen, dass die Entscheidung für einen Ausbildungsplatz im Freistaat nicht durch die Fahrtkosten für den Berufsschulweg beeinträchtigt wird.

Der Mittelstand ist bei der immer schwierigeren Suche nach Bewerbern besonders betroffen. Zu den demographisch bedingt sinkenden Zahlen der Schulabgänger, kommt erschwerend auch noch der steigende Akademisierungswahn. So haben im vergangenen Jahr 507.000 junge Menschen ein Studium begonnen - rund ein Drittel mehr, als vor 10 Jahren. "Die Verantwortung zur Entscheidung für den eigenen Lebensweg" so Kemmerich weiter "liegt nicht bei Mama Merkel und Vater Staat, sondern bei der Jugend selbst. Aber das scheint in der Schule nicht mehr vermittelt zu werden." (jp)