Gestern beteiligten sich zahlreiche Liberale aus ganz Thüringen an der Demonstration gegen das geplante Regierungsbündnis von Linke, SPD und Grünen im Freistaat. "Mehr als 4.000 Menschen haben ein deutliches Zeichen gesetzt, dass eine rechnerische Mehrheit im Parlament noch lange nicht den Willen der Bevölkerung widerspiegeln muss", so Thomas L. Kemmerich, Kreisvorsitzender der Erfurter FDP. "Aus genau jenem Grund waren 4.000 Thüringerinnen und Thüringer vor Ort: lautstark, friedlich, überzeugend", so der Liberale.

Gerade die Diskussion vor und nach der Demo, in welcher Linke, Grüne und Sozialdemokraten die Teilnehmer als Faschisten bezeichneten, muss Demokraten sauer aufstoßen. "Ja, es waren rund 50 Störenfriede von der NPD sowie der Antifa dort und versuchten die Veranstaltung zu stören. Aber die Demonstranten pfiffen beide Gruppen und ihre platten Parolen aus", so Kemmerich weiter.

Tatsächlich gebe es gut begründete Vorbehalte gegen einen ersten Linken-Ministerpräsidenten in der Geschichte der Bundesrepublik. "Wenn der ehemalige stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei einem IHK-Präsidenten den Mund verbieten will und ein aktueller Vize der Linken verspricht, dass die Partei auch in Regierungshandeln ihre sozialistischen Wurzeln nicht vergessen werde, müssen sich diese Politiker auf den Widerstand der Bevölkerung - aber auch der FDP - einstellen", so Kemmerich abschließend.