Bundestagswahl
FDP-Generalsekretär will es wissen
FDP-Generalsekretär will es wissen

Im ohnehin mit überaus prominenten Direktkandidaten versehenen Wahlkreis Erfurt/Weimar schickt die FDP ihren Generalsekretär Patrick Kurth ins Rennen. Bisher waren die Kandidaturen von Antje Tilmann (CDU), Carsten Schneider (SPD), Katrin Göring Eckardt (Grüne) und Frank Spieth (PDS) - allesamt Spitzenvertreter ihrer Parteien - bekannt. Die FDP-Verbände in Erfurt und Weimar haben jetzt mitgeteilt, dass sie mit dem Generalsekretär ihrer Landes-FDP den möglichen Wahlkampf bestreiten werden. Der Wahlkreis dürfte in Thüringen die meiste bundespolitische Aufmerksamkeit erhalten.

Kurth, studierter Politikwissenschaftler, leitet seit 2003 die Pressestelle der FDP Thüringen. Er wurde unter anderem mit Unterstützung der Kreisverbände Erfurt und Weimar im September 2004 zum Ge-neralsekretär gewählt. Der gebürtige Sondershäuser managte bereits den Landtagswahlkampf der FDP im letzten Jahr. In diesem Jahr will er mit eigenem politischen Gewicht in Erfurt und Weimar "sehr deutlich liberalen Wind in den Wahlkampf bringen", so Kurth.

Gegen die prominenten Mitbewerber will Kurth seine Partei als realistische Alternative zur "Weiter-so-Politik" darstellen: "Drei der vier Konkurrenten treten für Regierungsparteien an. Die CDU regiert im Freistaat trotz absoluter Mehrheit außerordentlich behäbig. SPD und Grüne zeigen derzeit in Berlin, dass die Schröder Regierung weder eine Koalition noch ein Projekt, sondern in Wahrheit ein rot-grünes Experiment war - und zwar ein außerordentlich misslungenes." Kurth setzt indes darauf, dass nur eine starke FDP den gemeinschaftlichen Stillstand aufbrechen könne.