Wirtschaftspolitik

Thomas L. Kemmerich, Bundesvorsitzender des Liberalen Mittelstands und FDP-Stadtrat, fordert eine neue Gründerkultur in Deutschland. "In den USA gehen Menschen zur Existenzgründung in die Garage. In Deutschland pilgern Gründer aufs Amt und erhalten obendrein noch eine Ausfüllhilfe über drei Seiten für den Bürokratiewust zur Gründung einer Körperschaft. Während die Pioniere andernorts an Ideen basteln, werden hierzulande Formulare ausgefüllt", kritisiert Kemmerich den Bürokratiewahnsinn bei der Unternehmensgründung.
Kemmerich ist selbst Unternehmer und hat erst kürzlich eine GmbH gegründet: "Nicht Verhindern, Bremsen und Demotivieren, sondern Ermöglichen, Gestalten und Menschen motivieren - das sollte der Anspruch einer neuen Gründungskultur sein. Die Unternehmer müssen von einem zu großen administrativen Aufwand entlastet werden, statt im Akkord Formulare und Fragebögen auszufüllen", so der Wirtschaftsexperte weiter.

Der Wirtschaftsliberale betont insbesondere die Bedeutsamkeit der Vorbildrolle für junge Gründer. "Wer geschäftlich erfolgreich ist, der gerät ins Visier der Umverteilungspolitiker. Und wer geschäftlich scheitert, wird verspottet. Das darf nicht das Aushängeschild unserer Gründungskultur in Deutschland sein", mahnt Kemmerich. "Deutschland braucht eine neue Chancenkultur: Risikobereitschaft braucht Anerkennung - und wer scheitert, der hat eine zweite Chance verdient!" so Kemmerich abschließend.